Gesundheitskrise und unterdrückte Frauen
Fünf Jahre Taliban-Herrschaft: Ein Land in Not
Vor fünf Jahren übernahmen die radikalen Taliban in Afghanistan die Macht – und sie sind gekommen, um zu bleiben. Zwar herrscht heute in vielen Teilen des Landes eine gefühlt bessere Sicherheit im öffentlichen Raum, doch das erzählt nur die halbe Geschichte: Afghanistan versinkt in Armut, und die Frauen in der Dunkelheit.
Neue Regelungen der Taliban haben die Situation für Frauen und Mädchen 2026 weiter verschärft. Sie begünstigen Kinderehen und erschweren es Frauen und Mädchen, sich gegen Zwangsheirat zu wehren. Gleichzeitig wurden ihre Rechte in Strafverfahren beschnitten und ihre Bewegungsfreiheit weiter eingeschränkt. Die systematische Entrechtung von Frauen und Mädchen ist derart umfassend, dass internationale Organisationen die Situation als Verbrechen gegen die Menschlichkeit einstufen.
Hungerkrise spitzt sich zu
Auch die humanitäre Lage verschärft sich dramatisch. Nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) der UNO nimmt die Hungerkrise in Afghanistan immer verheerendere Ausmasse an. Die Kürzung der Entwicklungshilfe durch zahlreiche Geberländer bedeutet, dass das WFP nur noch eines von neun unterernährten Kindern im Land unterstützen kann. Hunderte Kliniken mussten schliessen.
Hinzu kommt eine weitere humanitäre Herausforderung: In den vergangenen drei Jahren sind rund sechs Millionen Afghaninnen und Afghanen aus den Nachbarländern nach Afghanistan zurückgekehrt – vielfach unter Zwang und ohne Perspektiven.
Wir können das Schicksal Afghanistans nicht allein verändern, aber die Afghanistanhilfe tut, was sie kann, um das Leben möglichst vieler Menschen ein Stück besser zu machen: mit einem besonderen Fokus auf die unterdrückten Frauen, mit Näh- und Schulprogrammen, mit Nothilfe sowie mit zahlreichen Gesundheitseinrichtungen, die weiterhin täglich Hunderte Menschen medizinisch versorgen.
Vielen Dank für Ihre treue Unterstützung und Ihre Spenden.
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